cracks & distances

cracks & distances

wie aus unbestimmtem material erschaffen, treten die bilder von michael pisk in die welt des betrachters.

sind es feinporöse bearbeitete steinflächen, standbilder von kulissen aus filmszenen, kunstvoll bearbeitete tierhäute, träume?

in der annäherung an das bild erhebt sich auf klar umgrenztem festen rahmenkörper ein geschehen, eine szene, es eröffnet sich augenblicklich tiefe: zweidimensionalität weicht plastischer dimensionalität, ein theatergeschehen von bildern und gestalten kommt leise und doch bestimmt auf einen zu. mit minimalistischem anspruch von material und farbgebung legt sich unmittelbar in klarer kompaktheit eine szene fest, der körper hat festen rahmen bekommen. in einem weiteren schritt scheint die feste struktur innerhalb des rahmenkörpers wie unvermutet in einzelteile zu zerfallen. der blick bewegt und entdeckt mikrokosmen in ihm, er will zusammenfügen, wird zu assoziationen bewegt, dann wiederum entgleitet der blick im bild, um neuerlich in dieses hineinzufallen.

in die netze, welche die inseln umranden, in gewebenetze.

 

die arbeiten von michael pisk evozieren neugier, sie verführen. sie sind szenarien des spiels von annähern und entfernen, vermischen und trennen. ein wechselspiel beginnt:

hier und dort, wird etwas gewesen sein, farbenspiel, formenspiel, seitenspiel, vexierspiel in zeit und raum. in permanenter bewegung bis zum überdruss und dann stillstand. standbild und ruhe.

    © 2019 m..m p.