apeiron

apeiron

raumkörper

zum begriff > apeiron <

 

apeiron bezeichnet die ursubstanz alles vorhandenen. der begriff stammt vom griechischen philosophen anaximander (ca. 610 – 546 v. chr.), der die substanz der materie als ein unendlich vielfaches vom unbeschreibbaren wissen wollte. ein unendlich ausdehnbares kann sich nur in der nichtdarstellung äußern, jene undarstellbarkeit ist > apeiron <.

 

zu den raumköpern und ihrer technik:

 

rostung, oxidation: durch die öffnung der oberfläche des materials entsteht dreidimensionalität, projektion in die tiefe, die auch als frage nach dem dahinter der gegenstände, die unsichtbarkeit im sichtbaren (> apeiron <) interpretiert werden kann.

 

selbstorganisation: die ätzung wird initialisiert, die materialstrukturierung als das vorläufige endprodukt bleibt sich selbst überlassen und verändert in der folge nur durch umwelteinflüsse seine visualität. die form bleibt dabei gleich, löst sich also nie wirklich auf, verändert wird nur die hülle, die oberfläche (> apeiron <).

 

form: das > apeiron < ist als zylindersegment dargestellt. der konvexe körper als bauchige form, der auf die dreidimensionalität der materie anspielt, jedoch nur einen teil des gesamtkörpers preisgibt und sich durch wand oder boden begrenzt in der vorstellung des betrachters vollendet. je nach radius des zylinders ergibt sich eine flache realskulptur, die sich in ihrer vollständigkeit zu einem enormen raumgefüge aufbaut – umgekehrt gelesen wird bei stark konvex haptischer skulptur ein kleinerer gesamtraum erzeugt (das dahinter der form, des objektes

 > apeiron <).

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